Mit einem Schwung reiße ich die Tür auf und rufe laut: "Ich habe Alkohol getrunken. Viel zu viel Alkohol!"
Zugegeben, es war nicht die elegante Art, jemanden zu begrüßen. Ebenso war es - angesichts dieser Tatsache - nicht verwunderlich, dass mich das kleine Mädchen, das zu dem Zeitpunkt in dem Raum saß, ansah, als wäre ich eine Gestörte.
Mein Unterbewusstsein hatte mich bereits mehrere Male darauf hingewiesen, dass das, was ich tun wollte, komplett irre und verboten war.
Du wirst das Gebäude sofort verlassen.
So etwa.
Keine Chance.
Geh da raus. Ich gebe dir keine zweite Chance mehr. Du wirst dich bis auf die Knochen blamieren, also tu mir den Gefallen und verschwinde bevor es zu spät ist.
Liebes Unterbewusstsein, ich danke dir für deine ganzen Tipps und Mühen, mich in die richtige Richtung zu lenken.
Aber nicht alles, was ich mache, ist falsch.
Nicht alles, was mein Herz mir befiehlt, ist falsch.
Nicht alles, was ich mir sehnlichst wünsche, ist falsch.
Also halte DU dich hier verdammt nochmal raus!
Und dank meinem genialen Einfall, die vielen Stimmchen in meinem Kopf einfach zu ignorieren, hatte ich einen der besten Tage meines Lebens.
Denn manchmal muss man eben nicht das tun, was richtig ist.
Sondern den Weg gehen, den einem das Herz zeigt.