Mittwoch, 23. September 2015

#26

Zeit heilt bekanntlich alle Wunden, das wissen wir doch alle.
Stellen wir uns mal vor, man hat einen geliebten Menschen verloren. Hört man da nicht aus allen Ecken "die Zeit wird alle Wunden heilen. Mit der Zeit wird es dir einfacher fallen, darüber zu sprechen, das alles zu verarbeiten und damit zu leben. Einen Menschen zu verlieren ist hart, aber man lernt den richtigen Umgang mit einem solchen Verlust."

Zeit heilt NICHT alle Wunden.

Es kann sogar immer schlimmer werden. Wie viele Menschen es wohl gibt, die in den Monaten/Jahren nach dem Verlust eines Menschen oder welchem Unglück auch immer, nachts an die Decke starren und ihre Wangen nass werden spüren? Die immer wieder an die schönen Momente denken, die man miteinander hatte, die sich so sehr wünschen, einfach wieder gemeinsam Zeit verbringen zu können, lachen zu können, sich alles erzählen zu können?

Zeit heilt DEFINITIV nicht alle Wunden.

Man stelle sich doch nur mal vor, man lebt an einem Ort wo sich in unmittelbarer Nähe Plätze befinden, die einen an diese Person erinnern. Und man selber muss zu allem Übel jeden Tag dort entlanglaufen, sei es auf dem Schulweg, dem Weg zur Uni, der Arbeit oder einfach nur zum Einkaufen oder für einen Spaziergang. Wie soll man da mit der Zeit eher damit zurechtkommen? Wenn man tagtäglich damit konfrontiert wird?

Sonntag, 5. Juli 2015

#25

Know that you are loved
Know that there is someone
Know that you are not alone

Sonntag, 21. Juni 2015

Dienstag, 16. Juni 2015

Herz vs. Verstand

Was machst du schon wieder?!
Mein Unterbewusstsein muss langsam die Schnauze voll von mir haben. Laut meinen Recherchen habe ich bereits 4 oder 5 Mal gegen Gesetze verstoßen.
Unnötige Gesetze, wohlgemerkt. Von meinen Eltern. Ohne Sinn.
NEIN! Jedes Mal, wenn du hier bist, musst du ganz plötzlich aufs Klo. Du gehst jetzt zurück und suchst dir eine andere Toilette. Du kannst nicht nochmal hier her. Du gehörst hier nicht mehr hin.
Schwer, auf sowas zu hören, wenn einem das Herz immer wieder mitteilt, wie wichtig es ist, den Kontakt zu halten und sich regelmäßig zu sehen.
Die Entscheidung ist klar.

Ich werde dich dafür umbringen.
"Hallo!"
Mein liebes Unterbewusstsein, keine Minute länger zweifel ich an meiner Entscheidung. Das was ich tue, ist komplett richtig.
Und woher willst du das wissen?
Ich fühle es einfach.

"Ich weiß, es ist fast keine Zeit da. Aber ich bin nur kurz gekommen, ich gehe gleich wieder. Versprochen. Ich wollte mich ganz herzlich bedanken, für die Glückwunsche und alles. Da ist wohl jemand doch nicht so vergesslich, wie ich dachte."
Dieses verlegene Lächeln, was daraufhin folgt. Wie ich es doch vermisst habe.
"Nein, ich habe es nicht vergessen... wie kommst du auch auf sowas? Ich hoffe nur, dass ich dich nicht geweckt habe, so morgens um 7!"

Und was hast du jetzt davon?
Wir halten unser wunderbares Verhältnis, unsere einzigartige Beziehung aufrecht und frisch, das machen wir. Punkt.

Freitag, 29. Mai 2015

#23

6 Tage - 144 Stunden - 8640 Minuten - 518400 Sekunden.
Und schon wieder ist man ein Jahr älter.
Nur, dass es dieses Jahr eben nicht nur ein belangloses Jahr ist. Es fehlen nur noch 6 Tage. Bis zur Volljährigkeit. Bis zur Freiheit.
Bis das Leben richtig beginnt.
Und wer weiß, vielleicht ändert sich mit 18 endlich was. Vielleicht darf ich das, was ich so liebe, wieder mit der ganzen Leidenschaft und Hingabe machen, wie ich es schon die ganzen Jahre zuvor getan habe. Vielleicht bekomme ich die Möglichkeit, die Leute zu sehen und zu besuchen, die mir am Herzen liegen und die jederzeit in der Lage sind, mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Vielleicht werde ich mit 18 endlich mal die Chance bekommen, selber entscheiden zu dürfen was gut für mich ist und was nicht...
Oder zumindest wer gut für mich ist...

Samstag, 9. Mai 2015

#22

I walk to the borders on my own
To fall in the water just like a stone
Chilled to the marrow in them bones
Why do I go here all alone

Donnerstag, 30. April 2015

#21

Ich habe mich riesig darauf gefreut.
Riesig.
Schon die ganzen 2 Wochen lang.

Warum? Für nichts?
Habe ich diese Einladung nicht bekommen, weil du mich unbedingt sehen wolltest? Weil wir somit eine Möglichkeit schaffen konnten, um uns wieder auszutauschen und Zeit miteinander zu verbringen?
"Hallo. Schön, dass du gekommen bist."

Ja, richtig. Schön, dass ich gekommen bin. Die Freude steht dir regelrecht im Gesicht geschrieben.

"Ich musste meine Freundin mitbringen. Weil.. ja. Deshalb eben."
"Ja natürlich, ich verstehe."
Ich verstehe? Was verstehst du, wenn du mich die ganze Zeit über anstarrst, mir deine Autoschlüssel in die Hand drückst, mich einlädst, aber mich dann auf der anderen Seite doch kaum beachtest, mich alleine stehen lässt und dich ohne mich von mir zu verabschieden einfach nachhause gehst?

Verdammt.

Du weißt ganz genau, dass es für mich unmöglich ist, dich alleine besuchen zu kommen. Du weißt auch ganz genau, dass ich nicht offen mit dir sprechen kann, wenn jemand dabei ist - auch, wenn es jemand wie meine Freundin ist - weil Außenstehende unsere Gespräche nicht mitbekommen müssen. Das ist etwas zwischen uns.
Du weißt, dass ich dich schon immer in mein Herz geschlossen hab und jeder Tag ohne dich wehtut.
Warum also tust du mir so etwas an?


Freitag, 10. April 2015

#20

Immer wenn ich dich sehe, geht mein Herz auf. Ohne es zu bemerken, fange ich an zu zittern - realisiere es aber erst dann, wenn wir aufeinandertreffen und deine kühle, weiße Glätte meine Finger berührt.
Ich habe jahrelang auf dich gewartet. Nicht selten habe ich andere getroffen, die mich ebenso versucht haben zu verzaubern, wie du es getan hast, aber erst als ich dich gesehen habe (ich erinnere mich an den Abend, mir verschlug es bei deinem Anblick sofort den Atem) ist mir bewusst geworden, dass wir zusammengehören.
Und das hat sich bis heute nicht geändert, denn du bist perfekt, wunderschön, atemberaubend.
Du bist das, was mich glücklich macht.
Darf ich vorstellen, mein Freund:
Das Klavier.

Samstag, 28. März 2015

#19

Mit einem Schwung reiße ich die Tür auf und rufe laut: "Ich habe Alkohol getrunken. Viel zu viel Alkohol!"
Zugegeben, es war nicht die elegante Art, jemanden zu begrüßen. Ebenso war es - angesichts dieser Tatsache - nicht verwunderlich, dass mich das kleine Mädchen, das zu dem Zeitpunkt in dem Raum saß, ansah, als wäre ich eine Gestörte.
Mein Unterbewusstsein hatte mich bereits mehrere Male darauf hingewiesen, dass das, was ich tun wollte, komplett irre und verboten war.
Du wirst das Gebäude sofort verlassen.
So etwa.
Keine Chance.
Geh da raus. Ich gebe dir keine zweite Chance mehr. Du wirst dich bis auf die Knochen blamieren, also tu mir den Gefallen und verschwinde bevor es zu spät ist.
Liebes Unterbewusstsein, ich danke dir für deine ganzen Tipps und Mühen, mich in die richtige Richtung zu lenken.
Aber nicht alles, was ich mache, ist falsch.
Nicht alles, was mein Herz mir befiehlt, ist falsch.
Nicht alles, was ich mir sehnlichst wünsche, ist falsch.
Also halte DU dich hier verdammt nochmal raus!
Und dank meinem genialen Einfall, die vielen Stimmchen in meinem Kopf einfach zu ignorieren, hatte ich einen der besten Tage meines Lebens.
Denn manchmal muss man eben nicht das tun, was richtig ist.
Sondern den Weg gehen, den einem das Herz zeigt.

Donnerstag, 5. März 2015

#18

Kann es tatsächlich sein, dass es schon 7 Monate her ist? Demnächst ein ganzes Jahr? Was vergeht die Zeit doch schnell...
Trotzdem bleiben die Rückblicke. Ich könnte mir jede einzelne Farbe, jedes Merkmal, jedes Kleidungsstück, jedes auch noch so unnötigste Detail ist mir im Kopf festgesteckt geblieben.
Ich würde alles dafür tun, um diesen Moment noch einmal zu erleben.

Seit Tagen - nein, seit Wochen, wenn nicht sogar seit Monaten fürchte ich mich vor diesem Moment. Spätestens heute werde ich es erfahren. Ob wir uns trennen müssen. Der Kloß sitzt mir verdammt schwer im Hals. Benimm dich normal.
"Und weißt du was Neues?"
Ob ich etwas Neues weiß? Ob sich etwas getan hat? Vermutlich nicht! Also gibt es noch Hoffnung? Ganz vorsichtig schüttele ich meinen Kopf.
"Aber ich hab Neuigkeiten." Neuer Anlauf, tief Luft holen. "Ich hab alles versucht, aber... es tut mir so Leid."
Achso. Moment. WAS? Nicht weinen! NICHT WEINEN!
Ich setze zu einem Satz an, meine Stimme kippt prompt. "Ich muss kurz raus", piepse ich kläglich, währenddessen kullern mir schon die ersten Tränen über das Gesicht. NICHT WEINEN!!
Meine Hand legt sich bereits auf die Türklinke und öffnet sie einen Spalt. Doch ich werde zurückgehalten. "Ich muss wirklich aufs Klo...", murmele ich weiter. "Bitte..."
"Nein."
Bitte, lass mich gehen. Ich will nicht, dass du mich so siehst...
Die Tür wird wieder zugemacht, ich in den Arm genommen, mein Kopf schützend von warmen Händen umschlossen. "Du darfst weinen."
Ich weiß doch, dass ich weinen darf. Ich will das nur nicht. Nicht jetzt. Nicht vor dir.
Pah, von wegen Kontrolle. Noch ehe die Wörter ausgesprochen sind, weine ich hemmungslos, halte mich dabei an diesem Körper fest, der meinen Schmerz versteht, mit mir teilt, mich nicht gehen lassen will.
Keine 30 Sekunden später spüre ich Tränen auf meiner Stirn. Tränen? Ja, natürlich weine ich. Aber das sind nicht meine Tränen...
Oh Gott. Nein. Du weinst wegen mir...
Benommen schaue ich hoch. Blaue Augen, geschwollen und nass. Ein immer wieder geflüstertes "Es tut mir so Leid...", während die Arme mich immer noch umschlungen halten und mir über den Rücken streichen.
Du kannst nichts dafür. Gar nichts. Du hast alles getan, was du konntest. Hör bitte auf zu weinen...
Nach etwa 5 Minuten löse ich mich. Ich kann nicht mehr. Mein Kopf ist leer, meine Augen sind leer, ich bin leer. Ich will nichts mehr fühlen, nichts mehr sehen, nichts mehr hören. Ich bin verloren.

Donnerstag, 12. Februar 2015

#17

Es ist gar nicht so leicht, so zu tun, als ob man mit einer gewissen Situation gut zurecht kommt, obwohl man viel lieber schreien würde, ja - sogar weinen würde und einfach nicht mehr kann. An manchen Tagen ist die Sehnsucht schlimm, die Erinnerungen und Gedanken kommen wieder hoch, alles, was man bis jetzt erfolgreich verdrängt hatte, lässt sich nicht mehr zurückhalten und die Trauer macht sich in Form von Tränen, Aggressionsanfällen oder totaler Verzweiflung bemerkbar.
Nachdem es nun so viele Tage gab, an dem der Stress überwogen hat und allmählich Normalität einzukehren schien, denkt sich mein Gehirn nur "Nee, so leicht machen wir es dir nicht! Du solltest mal wieder leiden, und nicht mehr so erfolgreich verdrängen!"
Zeit zurückdrehen, das wär's jetzt. Alles anders machen, um sich jetzt nicht so furchtbar zu fühlen und so fertig zu sein. Oder eine Reise in die Vergangenheit.
Für den Moment muss ein Moment Entspannung und Ruhe reichen. Eine Tasse Kaffee tut's auch.